FLUCHTEN
Ein Kunstprojekt des Diözesan-Caritasverbands für das Erzbistum Köln e.V.

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Warum gibt es überhaupt dieses Kunstprojekt?
Initiiert und gefördert wird das Vorhaben durch die Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Migration im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Ausgangspunkt ist die Diskussion um das derzeit viel genutzte Wort „Flüchtlingskrise“. Hier haben sich die Perspektiven verengt und viele Zusammenhänge sind verloren gegangen. Die in den Medien verbreiteten Formate und Bilder fokussieren sich auf dramatische Szenen von großen Menschengruppen oder die Darstellung von Einzelschicksalen. Häufig findet eine Trennung zwischen einem nicht weiter definierten und gezeigten „Wir“ und den Geflüchteten statt.

In intensiven Werkstattgesprächen gehen die Künstlerinnen und Künstler gesellschaftlichen und bildlichen Dimensionen von „Fluchten“ nach. Dabei legen sie – mit oder ohne einen eigenen Migrations-Hintergrund - Fragen und Erfahrungen zugrunde sowohl im Umgang mit Bildern, in der Beschäftigung mit politischen Konflikten wie auch in alltäglichen Zusammenhängen. So entstehen in Ausstellungen und Inszenierungen überraschende Perspektiven und Zusammenhänge. Es geht um Wartezeiten, um Verstecken, um Sprachlosigkeit, um das Verflüchtigen der Erinnerungen an die ehemalige Heimat oder auch um Rückzüge ins Private. „Fluchten“ habe viele Ebenen. „Fluchtassoziationen “ betreffen Kunstschaffende und Betrachtende.

Das Projekt „Fluchten“ will thematisieren, sensibilisieren, berühren. Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln fördert das Projekt, um durch die  künstlerische Herangehensweise die allgemeine als auch die verbandsinterne Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Kunst gestaltet hier einen Raum zwischen Sozialarbeit und Politik. Die Künstlerinnen und Künstler treten in einen Dialog, eröffnen neue Einsichten und individuelle Reflektion.



Sind in  diesem Projekt auch Flüchtlinge vertreten?
Wir sind in diesem Projekt nicht in erster Linie vom biografischen Hintergrund ausgegangen, sondern von dem, was und wie viel uns bildende Kunst zum Thema "Fluchten" vermitteln kann. Flüchtende Künstlerinnen und Künstler betonen ihre erlebte Biografie oft nicht besonders, sondern setzen lieber ihre eigenen Themen und Perspektiven - ganz im Gegenteil zu massenmedialen Berichten, deren Bilder das sehr oft wiederholen und damit vorhandene Bilder und Perspektiven bestätigen.  

Warum sind auf dieser Homepage kaum Boote, Schwimmwesten oder Zelte zu sehen?
Das Schiff als symbolisierendes Objekt für Fluchten wird derzeit oft genutzt. Künstlerische Projekte nutzen solche ausgetretene Pfade oft nur widerwillig, denn Bilder können oft viel mehr als nur eine einzige Dimension zu bedienen. Oder aber eine Künstlerin wie Zahra Hassanabadi arbeitet weiter mit diesen eingenordeten Bildern und kommt damit zu Ebenen, die weit über den
medialen Alltag hinausgehen.